30.000 Quadratmeter in Minuten durchsucht

Mitglieder der Rettungshundestaffel Kaiserslautern und ihre Hunde gestalten Ferientage für Kinder in Schopp

Auf Kommando bellen, über wackelige Brücken laufen oder in einem riesigen Gebiet einen Menschen finden: Die Vierbeiner der Rettungshundestaffel Kaiserslautern müssen unerschrocken überall im Einsatz sein können. Wie das Finden von Personen mit den Hunden trainiert wird, konnten 40 Kinder am vergangenen Mittwoch und Freitag auf dem Trainingsgelände der Staffel in Schopp einen Tag lang erleben und auch selber einmal mit den Tieren üben.

Rheinpfalzbericht - Dem Glöckchen hinterher auf der Suche nach Vermisste

Das unwegsame Gelände des Truppenübungsplatzes war am Samstag Schauplatz einer besonderen Übung: Die Rettungshundestaffeln Kaiserslautern - Region Westpfalz und Nahe-Hunsrück trainierten mit ihren Flächensuchhunden im Gebiet des früheren Erzweilerhofs den Ernstfall.

Portät: Ilona Aull ist Vorsitzende der Rettungshundestaffel Kaiserslautern von Klaudia Gilcher

„Ich bin ein Mensch, der die Herausforderung sucht”, sagt Ilona Aull über Ilona Aull. Diese Eigenschaft kommt der 69-Jährigen in ihrem Ehrenamt zugute: Seit zwölf Jahren ist Aull in der Rettungshundestaffel Kaiserslautern - Region Westpfalz aktiv, im achten Jahr die Vorsitzende des Vereins. Die phänomenale Nase eines Hundes fasziniert die vierfache Oma noch immer - auch, wenn sie inzwischen nicht mehr nur mit Labradorhündin Lina im Gelände sucht, sondern öfter der Einsatzleitung assistiert.

Nur 25 Minuten Zeit für die Suche

Queidersbach: Rettungshundestaffel-Teams erfolgreich geprüft – Ausbildung von Trümmerhunden beginnt

Rettungshunde und ihre zweibeinigen Begleiter lernen ein Leben lang. Mit einer einmaligen Prüfung ist es nicht getan. Wer in den Einsatz geschickt wird, der muss zuvor auf einer jährlichen Prüfung seine Fähigkeiten absolvieren. In Queidersbach war es jetzt wieder soweit.Bei der diesjährigen Herbstprüfung der Rettungshundestaffel Kaiserslautern ging es bei Queidersbach in die Flächensuche. Auf einem ungefähr 25.000 Quadratmeter großen, anspruchsvollen Gelände musste binnen 25 Minuten die Aufgabe der Personensuche erfolgreich beendet sein. Ob sich eins, zwei oder drei Personen dort aufhielten, war den Teams vorab nicht bekannt. Die Teams Peter Kluge mit „Lina“, Helga Steinmetz mit „Anton“, Max Hein mit „Snow“, Dennis Halbritter mit „Sam“ und Bianca Czinder mit „Chili“ absolvierten die Prüfung zum wiederholten Male erfolgreich und stehen nun auch weiterhin der Rettungshundestaffel für Einsätze zur Verfügung.Noch nicht ganz so weit sind die Teams Peter Kluge mit „Paul“, Ricky Hammel mit „Magic“ und Eva Steinbrecher mit „Lasse“. Hier legten die Hunde auf dem Vereinsgelände der Rettungshundestaffel und im Ort Schopp erfolgreich die Begleithundeprüfung ab. Für die jungen Vierbeiner ist das der Einstieg auf ihrem Weg zur weiteren Ausbildung.

Bald kann die Staffel zudem mit der eigenen Ausbildung von Trümmerhunden beginnen. Auf dem dafür vorgesehenen Trümmergelände in Kaiserslautern am Kniebrech sind inzwischen die Rohre verlegt, die Arbeit auf dem Gelände rückt näher, kündigt die Rettungsstaffel an. (thea)