Der Rettungshundeführer

Neben dem festen Willen in einer Rettungsorganisation aktiv zu sein, das heißt auch in reale Einsätze zu gehen, muss der Rettungshundeführer vor allem physisch und psychisch belastbar sein. Für die menschliche Zusammenarbeit und auch für den Umgang mit allen Hunden der Staffel sind außerdem Teamgeist und Kooperationsfähigkeit notwendig. Jeder Hundeführer muss sich darüber im Klaren sein, dass er viel Zeit, Ausdauer, Disziplin und finanzielle Aufwendungen in die ehrenamtliche Tätigkeit investieren muss. Um den vielfältigen Aufgaben im Einsatz gewachsen zu sein, werden die Hundeführer umfassend theoretisch und praktisch geschult.

Zu dieser Ausbildung gehören:

20140326 204207674 iOSErste Hilfe am Mensch
Ein Hundeführer muss in der Lage sein, ein gefundenes Opfer mit erster Hilfe zu versorgen. Zu diesem Zweck finden regelmäßig Erste Hilfe Lehrgänge statt.

Erste Hilfe am Hund
Die Rettungshundearbeit bringt die Hunde immer wieder in gefährliche Situationen, so dass es für den Hundeführer wichtig ist, grundsätzliche Kenntnisse zur ersten Hilfe am Hund zu besitzen um im Ernstfall richtig handeln zu können.

Kynologie
Ein Hund kann immer anders reagieren als wir es gewöhnt sind, daher ist es wichtig, die Sprache des Hundes zu verstehen. Das heißt, der Hundeführer  muss die Körpersprache seines Hundes zu deuten wissen. 

Funk
Um im Einsatzfall auf speziellen Kanälen der Behörden (THW, Feuerwehr,  Polizei, usw.) funken zu dürfen, müssen die Mitglieder der Staffel Kaiserslautern einen BOS-Funklehrgang absolvieren.

KarteKompassKartenkunde
Karten sind in der Rettungshundearbeit sehr wichtig. Nach den Karten werden die jeweiligen Suchgebiete für die verschiedenen Teams eingeteilt.

Orientierung
In einem laufenden Einsatz muss der Hundeführer sich anhand von Karte, Kompass und einem GPS-Gerät in dem ihm zugeteilten Gebiet zurechtfinden. 

Einsatztaktik
Um das ihnen zugewiesene Gebiet möglichst schnell und effizient absuchen zu können, lernen die Hundeführer zum Beispiel Geländegegebenheiten und Wind geschickt zu nutzen und ihr Suchgebiet entsprechend einzuteilen.

Bauwerk und Trümmerkunde
Ein  Hundeführer muss wissen, welche Trümmerteile er gefahrlos begehen kann.
Eingestürzte Häuser bergen sehr viele Gefahren. Es bedarf einer guten Ausbildung und viel Erfahrung um solche Einsatzgebiete einschätzen zu  können.

 

Belastbarkeit

10248906 4264446986966 865843231 nEin wichtiger Punkt ist auch die körperliche und psychische Belastbarkeit. Der Hundeführer und auch die Suchgruppenhelfer müssen körperlich in der Lage sein, sich auch abseits asphaltierter Wege im Gelände oder auf Schuttbergen zu bewegen. Sie dürfen nicht ganz unsportlich sein, da besonders im Ernstfall die Einsatzkräfte dazu in der Lage sein müssen, weite Strecken durch unwegsames Gelände zurückzulegen. Die Suche nach vermissten Personen wie beispielsweise Kindern ist auch für gut ausgebildete Menschen nicht immer einfach.